Schwieriger Zugang zu Behörden führt zu erhöhtem Beratungsaufkommen in der MBE
Die MBE-Beratungsstellen der Caritas - darunter waren im Jahr 2023 273 Hauptstandorte und zahlreiche mobile Beratungsstellen - reichen jedes Jahr einen Sachbericht beim Referat Migration und Integration des Deutschen Caritasverbandes ein. Die Auswertung der Sachberichte ermöglicht es, einen umfassenden Überblick über die bundesweite Beratungstätigkeit zu erlangen und regionale Besonderheiten festzustellen. Die ausführliche Auswertung findet sich im untenstehenden Download.
Herausforderndste Themen in der Beratung
Alexander Enz (rechts) und Milena Manukyan von der MBE-Beratungsstelle Görlitz erörtern mit Bartosz D. aus Polen Möglichkeiten der Arbeitsaufnahme.Ines Eifler
Die Beratenden wurden nach den herausforderndsten Themen in der Beratung gefragt. Im Jahr 2023 gab es im Vergleich mit dem Vorjahr Verschiebungen bei den meistgenannten Themen: Während das Thema Dokumente, Anträge und Zugang zu Behörden im Vorjahr an zweiter Stelle der Nennungen lag, rückte es im Jahr 2023 auf den ersten Platz. Für die Ratsuchenden wird es immer schwieriger, Zugang zu Behörden zu erhalten, da viele Anträge nur noch online gestellt werden können. Außerdem ist die Bearbeitungszeit von Anträgen durch die Behörden weiterhin teilweise sehr lang. Dies führt zu vielen Rückfragen durch die Ratsuchenden in der MBE.
Netzwerkarbeit
Der Sachbericht 2023 ging detailliert auf die Netzwerkarbeit ein. Die Beratenden sollten aus einer Liste fünf Akteure auswählen, mit denen die Zusammenarbeit positiv oder herausfordernd lief, und hatten die Möglichkeit, diese Zusammenarbeit zu kommentieren. Von größter Bedeutung war dabei die Zusammenarbeit mit den Arbeitsagenturen und Jobcentern, gefolgt von derjenigen mit den Ausländer- und Meldebehörden, den Regeldiensten der Beratung, den Trägern der Integrationskurse und den Beratungsstellen anderer Verbände.
Gefördert wird die Migrationsberatung für erwachsene Zugewanderte (MBE) vom Bundesministerium des Innern und für Heimat.