Sich für die Rechte ihrer
behinderten Töchter und Söhne einzusetzen, die dies auf Grund ihrer Behinderung
nicht selbst können ist das Ziel der Ende Mai in Fulda auf Initiative des
Referates Behindertenhilfe und Psychiatrie im Deutschen Caritasverband
gegründeten Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) der Angehörigenvertretungen in
Caritaseinrichtungen der Behindertenhilfe.
In den zurückliegenden Jahren hat das gewachsene Selbstbewusstsein von Menschen
mit Behinderungen dazu geführt, dass deren Interessen von Politik und
Gesellschaft sehr viel schneller und umfassender wahrgenommen werden als
früher. Doch gelingt es nur den Gruppen auf sich aufmerksam zu machen, die ihre
Interessen deutlich und medienwirksam artikulieren können.
Es gibt aber eine große Zahl von Menschen mit Behinderungen, die auf Grund
ihrer Beeinträchtigung eine persönliche Interessenvertretung gegenüber
öffentlichen Stellen, Verbänden, Trägern und Einrichtungen nicht selbst
wahrnehmen können.
Die neu gegründete BAG Angehörigenvertretung will diesen Menschen helfen:
•
Einfluss zu nehmen auf
politische Entscheidungen
;
•
eine Beteiligung bei der
Durchsetzung der Bürgerrechte zu erreichen;
•
die Entwicklung von Wertvorstellungen
in unserer Gesellschaft zu beeinflussen.
In der Bundesarbeitsgemeinschaft haben sich Angehörige bzw. gesetzliche
Betreuer zusammengeschlossen, deren Söhne und Töchter oder Verwandte in einer
Caritaseinrichtung der Behindertenhilfe betreut und gefördert werden, leben und
arbeiten. Sie bildet auf Bundesebene das Forum für die gewählten
Angehörigenvertreter der jeweiligen Diözesen.
Die Angehörigenvertreter aus 16 Diözesen haben in Fulda ein geschäftsführendes
Gremium gewählt, das in den kommenden drei Jahren die Geschäfte der BAG führt.
Die Mitglieder dieses Gremiums sind: Dr. Hans-Rainer
Illichmann
(Diözese Augsburg), Ulrike Bleckmann (Diözese Essen), Josef Kellermann
(Landescaritasverband für Oldenburg), Klemens
Kienz
(Diözese Paderborn), Anton
Dietenmeier
(Diözese
Rottenburg Stuttgart)
Kontakt: Dr. Franz Fink; Referat Behindertenhilfe und Psychiatrie; Tel:
07 61/2 00-3 66; E-Mail:
franz.fink@caritas.de
;
Christiane Bopp, Tel: 07 61/2 00-3 19; E-Mail:
christiane.bopp@caritas.de